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Erhöhter Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)

Was ist Hypercholesterinämie?
Die Hypercholesterinämie ist eine Störung des Fettstoffwechsels. Bei den Betroffenen ist diese Erkrankung durch einen erhöhten Gesamtcholesterinspiegel im Blut erkennbar. Man unterscheidet zwei Formen der Hypercholesterinämie:

Primäre Hypercholesterinämie:
Die primäre Hypercholesterinämie tritt infolge einer Störung von Stoffwechselvorgängen auf. Es können unterschiedliche Defekte im Auf- und Abbau von Cholesterin zugrunde liegen. Beteiligte Stoffe können in Struktur, Funktion und Konzentration verändert sein oder gänzlich fehlen, so dass Cholesterin in größeren Mengen im Blut zirkuliert.

Sekundäre Hypercholesterinämie
Die sekundäre Hypercholesterinämie tritt als Folge einer Grunderkrankung auf, beispielsweise bei einer Schilddrüsenunterfunktion, einer Leberkrankheit, bestimmten Nierenerkrankungen oder Magersucht. In diesen Fällen lässt sich der erhöhte Cholesterinspiegel meist durch die Behandlung der vorliegenden Erkrankung normalisieren.
Jeder zweite Mensch stirbt heute bei uns an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung nimmt mit steigendem Cholesterinspiegel zu, da sich das Cholesterin an den Wänden der Blutgefäße ablagern und diese schädigen kann. Deshalb ist eine Ernährungsumstellung zur Senkung des Cholesterinspiegels besonders wichtig.

Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Bestandteil von Membranen, den Wänden der Körperzellen, und eine wichtige Ausgangssubstanz für Hormone, Gallensäuren und Vitamin D. Auf die Zufuhr durch die Nahrung ist der Körper jedoch nicht angewiesen, da die Leber Cholesterin selbst herstellen kann. Durch die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, die hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln vorkommen, und durch die Aufnahme von Cholesterin, das nur in tierischen Produkten enthalten ist, steigt der Cholesterinspiegel im Blut an. Der Prozess der Gefäßschädigung schreitet in der Regel langsam fort und es dauert Jahrzehnte, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Der Durchmesser der Blutgefäße wird im Laufe der Zeit immer kleiner, bis der Blutdurchfluss zu den lebenswichtigen Organen vermindert oder ganz unterbrochen ist. Bei einem Verschluss der Herzkranzgefäße ist ein Herzinfarkt die gefürchtete Folge.

Neben dem Gesamtcholesteringehalt des Blutes sind zwei weitere Werte wichtig für die Beurteilung einer Hypercholesterinämie. Zum einen wird der LDL-Cholesterinspiegel und zum anderen der HDL-Wert bestimmt. Dabei wird der LDL-Cholesterinwert auch als "böses" Cholesterin bezeichnet, den es gilt, möglichst niedrig zu halten. Dieser LDL-Cholesterin-Wert ist eine Maßzahl für die Menge an Cholesterin, die frei im Blut zirkuliert und zu den bereits genannten Gefäßschädigungen führen kann. Im Gegensatz dazu übt ein hoher HDL-Wert eine Schutzfunktion aus. Das HDL-Cholesterin ist auf dem Weg zur Leber, über die es aus dem Blut herausgefiltert wird und somit keine schädigende Wirkung mehr entfalten kann. Somit sollte dieser Wert im Blut möglichst hoch sein. Die Gefahr bei Hypercholesterinämie besteht darin, dass diese Erkrankung keine Schmerzen verursacht. Der Betroffene fühlt sich gesund und leistungsfähig, obwohl ein ständiges Risiko für Herz und Blutgefäße existiert.


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