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Cellulite, ein unlösbares Problem?
Der Sommer lockt und mit ihm kurze, modische Kleidung. Leider ist die Freude daran oft getrübt, denn an Oberschenkel, Po und Bauch zeigen sich bei vielen Frauen unschöne Dellen - die Cellulite. Nach einer Schwangerschaft sind die meisten Frauen davon betroffen.
Was ist eigentlich Cellulite?
Cellulite oder Zellulitis ist keine Krankheit, sondern stellt ein kosmetisches Problem dar. Für die Betroffenen ist dies jedoch nur ein schwacher Trost. Die Ursache kann Folge einer angeborenen Bindegewebsschwäche sein oder bei Übergewicht durch verstärkte Fettablagerungen entstehen. Cellulite tritt fast ausschließlich bei Frauen auf. Das hängt mit der spezifischen Struktur des weiblichen Bindegewebes und dem Aufbau der Haut zusammen. Die weibliche Ober- und Lederhaut ist dünner als beim Mann, die Fettzellen in der Unterhaut sind dicker und durch das Bindegewebe nur locker vernetzt. Cellulite entsteht, wenn zu viele Fettmoleküle in den Fettzellen gespeichert werden. Die Zellen vergrößern sich, drücken sich nach oben durch und werden von außen als Dellen sichtbar. Die vergrößerten Zellen pressen außerdem die benachbarten Blut- und Lymphgefäße zusammen. Dadurch staut sich die Gewebsflüssigkeit und die Versorgung der Zellen wird beeinträchtigt. Schlacken werden nicht mehr abtransportiert und lagern sich im Gewebe ab. Da die Cellulite ihren Ausgang in den unteren Hautschichten nimmt, ist das Problem im fortgeschrittenen Stadium mit der oberflächlichen Anwendung von Cremes und Salben nicht zu beheben.
Was hilft wirklich gegen Cellulite?
Ernährung, Hautpflege, sportliche Betätigung
Die Kombination von richtiger Ernährung, Hautpflege, Massage und sportlicher Betätigung hilft im Kampf gegen die Cellulite.
Hautpflege
- Wechselduschen (3x kurz hintereinander: erst warm dann kalt) kurbeln die Blut- und Lymphzirkulation an.
- Massagen (Massagehandschuhe, Massageroller oder Massagegeräte) beschleunigen ebenfalls den Stoffwechsel und sorgen für den Abtransport von Schlackenstoffen. Massieren Sie die betroffenen Körperstellen jeden Tag, am besten von unten nach oben.
- Nach der Massage empfehlen sich spezielle Anti-Cellulite Präparate. Lassen Sie sich einfach einmal von uns beraten!
Ernährung
- Trinken Sie täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Damit unterstützen Sie den Abtransport von Abbauprodukten des Stoffwechsels. Zu empfehlen ist Kräutertee oder natriumarmes Mineralwasser. Der Konsum von Kaffee, schwarzem Tee und Alkohol sollte eingeschränkt werden.
- Reduzieren Sie den Genuss von Salz, Zucker, Fleisch zu Gunsten von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse.
- Vermeiden Sie Übergewicht oder bauen Sie überflüssige Pfunde ab.
Sportliche Betätigung
Problemzonen können durch sportliche Betätigung gezielt bekämpft werden. Es gilt: Fett abbauen und Muskelmasse aufbauen. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto mehr Kalorien werden verbrannt, denn die Stoffwechselaktivität der Muskelzellen ist höher als die der Fettzellen. Zu Beginn jeder Trainingseinheit sollte ein Aufwärmtraining stehen, um Verletzungen zu vermeiden. Spezielle Übungen wie die Problemzonengymnastik kräftigen die Muskeln an Oberschenkel, Bauch und Po. Die Haut wird wieder glatter - allerdings braucht es dafür Geduld und Ausdauer. Ideal sind drei Trainingseinheiten pro Woche à 30 Minuten, am besten mit mäßiger Belastung. Geeignete Sportarten im Kampf gegen die Cellulite sind außerdem Rad fahren, Joggen, Wandern oder Schwimmen.
Literaturhinweise
Schuba, V. Aktiv contra Cellulite: mit der Physio-Line von Schmidt-Sports. Aachen: Meyer und Meyer, 1999.
Aepli, B. (Hrsg.) Cellulite, endlich besiegt: mit großem Ernährungsteil und Begleittherapien. Köttigen/Aarau: Midena, 1998.
Ronsard, N. Das Anti-Cellulite-Erfolgsprogramm. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1997.
Foellmer, H. P. Stop Cellulite!: das Sofortprogramm für Problemzonen. München: Droemer Knaur, 1998.
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