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TIPPS FÜR IHRE Gesundheit

Tabuthema Blasenschwäche

In der Bundesrepublik leiden fast 5 Millionen Menschen an unwillkürlichem Harnabgang, 80 Prozent davon sind Frauen. Damit ist die Blasenschwäche eine echte Volkskrankheit. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, Frauen nach mehreren Geburten oder in den Wechseljahren, Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie Parkinson-Syndrom, Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Diabetes. Viele Menschen reden jedoch nicht über ihr Problem, sondern verdrängen oder verschweigen diese Erkrankung. Wie eine Bevölkerungsumfrage zeigt, steht dieses Problem in der Rangfolge der peinlichen Erkrankungen ganz oben. Die Lebensqualität der Betroffenen ist dadurch vielfach deutlich vermindert. Dabei ist Blasenschwäche in vielen Fällen kein unabwendbares Schicksal. Es handelt sich vielfach um eine gut zu diagnostizierende und zu behandelnde Krankheit. Haupthindernis ist jedoch nach wie vor der Weg in eine Arztpraxis - für viele Betroffene eine wirkliche Mutprobe.

Was versteht man unter Blasenschwäche?

Harninkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen und unfreiwilligen Urinverlust. Hauptursachen sind:

  • Stressinkontinenz: Die Betroffenen verlieren Urin unter körperlicher Belastung, ohne dass sie Harndrang verspüren.
  • Bei der Dranginkontinenz ist der Urinverlust durch starken oder plötzlich auftretenden Harndrang begleitet.
  • Patienten mit einer Überlaufinkontinenz haben trotz Harndrang und gefüllter Blase nur einen schwachen Harnstrahl.
  • Reflexinkontinenz tritt bei Querschnitt gelähmten und Patienten mit hirnorganischen Erkrankungen auf.

Harninkontinenz kann in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden. Wenn Sie unfreiwillig Urin verlieren, sollten Sie deshalb auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Therapiemöglichkeiten sind unter anderem:

  • Physiotherapie; z. B. hilft Beckenbodentraining bei leichten Formen der Stressinkontinenz, das Problem völlig in den Griff zu bekommen.
  • Elektrotherapie
  • Medikamentöse Therapie
  • Operative Verfahren
  • Pflanzliche Therapeutika wie z. B. Extrakte aus Kürbiskernen bei leichteren Beschwerden.

Welche Therapie in jedem individuellen Fall in Frage kommt entscheidet Ihr Arzt.


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